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Die Bearbeitungsmöglichkeiten innerhalb der Multi-OP-Tabelle

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Die Multi-OP-Tabelle (Sammelzahlungstabelle) bietet umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten im Bereich OP-Ausgleich. Grundsätzlich kann eine Kunden- oder Lieferantensammelzahlung auf zwei Arten verarbeitet werden:

 

1. Zahlung mit Bezug auf bestimmte OPs

2. Zahlung ohne Bezug

 

In der Multi-OP-Tabelle können Sie beide Verfahren - auch kombiniert für eine Sammelzahlung - anwenden.

 

1. Zahlung mit Bezug auf bestimmte OPs

Wurde die Zahlungsautomatik im Firmenstamm aktiviert, so nimmt Ihnen das Programm hier die meiste Arbeit ab. Das Programm verteilt den Zahlbetrag auf die infrage kommenden OPs automatisch und berücksichtigt die Zahlungsziele und Karenztage. Mit den zuvor beschriebenen Tasten und Buttons können Sie dann einzelne OPs aus dem Vorschlag entfernen und hierfür andere OPs auswählen und ausgleichen.

 

Konnte der Zahlbetrag nicht vollständig aufgeteilt werden oder ergibt sich nun eine Überzahlung, haben Sie folgende Möglichkeiten, diese Differenz einzelnen OPs zuzuordnen:

 

1. Der Kunde hat den OP inklusive Mahngebühr gezahlt.

Bearbeiten Sie ([F9]) den entsprechenden OP und tragen Sie im Feld MAHNERTRÄGE  die Mahngebühr ein. Das Feld OFFENER ZAHLREST wird entsprechend gemindert.

 

2. Es ergibt sich eine Überzahlung aufgrund von Kursgewinnen (Zahlungseingang) oder Kursverlusten (Zahlungsausgang).

Bearbeiten Sie ([F9]) den entsprechenden OP und tragen Sie im Feld KURSERTRAG  die Überzahlung  ein. Das Feld OFFENER ZAHLREST wird entsprechend gemindert. Analog sind Kursverluste zu behandeln.

 

3. Der Kunde hat versehentlich zuviel gezahlt.

Bearbeiten Sie ([F9]) den entsprechenden OP und erhöhen Sie das Feld Zahlbetrag um die Überzahlung. Alternativ können Sie auch die vorgeschlagene Akontozahlung bearbeiten und die Überzahlung in das Feld ZAHLBETRAG eintragen. Das Feld OFFENER ZAHLREST wird entsprechend gemindert.

 

4. Sie haben den OP inklusive Mahngebühr gezahlt.

Bearbeiten Sie ([F9]) den entsprechenden OP und tragen Sie im Feld KOSTEN GELDVERKEHR  die Mahngebühr  ein. Das Feld OFFENER ZAHLREST wird entsprechend gemindert.

 

 

2. Zahlung ohne Bezug

Ist eine Zahlung nicht direkt einzelnen OPs zuzuordnen, spricht man von einer Akontozahlung. Es können sich aber auch Restbeträge ergeben, deren sachliche Zuordnung grundsätzlich gegeben ist, der Bezug zu bestimmten OPs jedoch nicht hergestellt werden kann oder nicht sinnvoll erscheint (z.B. Kosten des Geldverkehrs, Mahnerträge). Für diese Fälle werden in der Multi-OP-Tabelle spezielle Zeilen zur Verfügung gestellt, die solche Beträge aufnehmen und automatisch beim Verlassen der Multi-OP-Tabelle verbuchen.

Diese sind im Einzelnen:

 

A = Neue Akontozahlung

Tragen Sie hier in der Spalte Zahlbetrag den Betrag ein, der als Akontozahlung auf dem Personenkonto verbucht werden soll.

Das Programm generiert über diesen Betrag automatisch einen neuen „Offenen Posten" (sogenannter Akonto-OP). Dieser OP kann später dazu genutzt werden, um gezielt einzelne OPs auszugleichen (Akontoverrechnung).

 

0 = Mahnertrag

Mahnerträge können Sie in dieser Zeile in einer Summe angeben. Das Programm bucht diesen Betrag dann automatisch auf das Konto, das im Firmenstamm für die Automatikverbuchung von Mahnerträgen hinterlegt wurde.

 

1 = Kosten Geldverkehr

Kosten des Geldverkehrs, wie z. B. mit der Zahlung belastete Bankspesen, können Sie hier in einer Summe eintragen. Die Verbuchung erfolgt dann ebenfalls automatisch. Auch hier wird das zu bebuchende Konto anhand der Eintragung im Firmenstamm erkannt.

 

2 = Kursgewinn / 3 = Kursverlust

Gewinne oder Verluste aus Kursdifferenzen werden hier eingetragen, soweit Sie diese nicht einzelnen OPs über die „OP-Bearbeitung" ([F9] oder Button <Bearbeiten> ) zuordnen wollen. Das Programm bucht diesen Betrag automatisch auf das im Firmenstamm hinterlegte Konto (Kursgewinne bzw. Kursverluste).

 

4 = Rechtsberatungskosten

Für spezielle Fälle können hier Kosten eingetragen werden, die im Zusammenhang mit dem Inkasso des OP entstanden sind. Im Firmenstamm kann ein spezielles Konto hinterlegt werden, auf das das Programm zugreift, wenn dieser Betrag automatisch verbucht wird.

Der Firmenstamm - Die Karteikarte „Automatikkonten"